Samstag
21. Nov. 2026
19:30
Die Geister wollen Gerechtigkeit, Friedel will ihre Ruhe
Adrian Draschoff präsentiert »Jenseits von Gut und Böhme«
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© Joshua A. Hoffmann
Adrian Draschoffs »Jenseits von Gut und Böhme« ist ein herrlich eigenwilliger Krimi zwischen Cosy Crime, Mystery und Gesellschaftsroman: trocken, skurril, berührend und mit einer feinen Melancholie über Einsamkeit, Erinnerung, Liebe und das Älterwerden.
Nach einem Griff in den Toaster ist Friedel Böhme kurz tot – und danach selten allein. Plötzlich stehen die Geister Ermordeter vor ihrer Tür und wollen Gerechtigkeit. Um die ungebetenen Besucher möglichst schnell wieder loszuwerden, tut sich die 76-Jährige mit der jungen Kommissarin Salima Rahmani zusammen. Gemeinsam nehmen sie alte Cold Cases unter die Lupe – und geraten dabei selbst in ein fast perfektes Verbrechen.
Adrian Draschoff weiß dabei ziemlich genau, wie man Geschichten auf den Punkt bringt: Der für den Grimme-Preis nominierte Autor und Filmemacher arbeitete an dokumentarischen und fiktionalen Produktionen unter anderem für arte, ARD, ZDF und Netflix. Seine Erfahrung merkt man dem Roman an, der mit starken Figuren, pointierten Dialogen und einem Gespür für Timing überzeugt.
